1972 – 10 Mark – Heinrich Heine

Die Gedenkmünze zum 175. Geburtstag von Heinrich Heine zeigt auf dem Avers ein Portrait Heines. Als Vorlage für dieses Münzmotiv diente das Portrait Heines von Gottlieb Gassen.

Gassen schuf das bekannte Porträt von Heinrich Heine im Jahr 1828. Dieses Ölgemälde (sowie eine Bleistiftskizze als Vorstudie) entstand in München, wo Heine sich damals aufhielt.
Das Werk befindet sich heute im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf. Es handelt sich um eines der frühesten und authentischsten Porträts des Dichters in seinem 30. Lebensjahr.

Bleistiftskizze Gassens, die als Vorlage für das danach entstandene Portrait gilt.
Zu dieser Skizze gibt es noch eine weitere Anekdote: Im ehemaligen Schlößchen des Grafen von Törring-Jettenbach am Hochufer der Isar gegenüber dem St. Georgs-Kirchlein von Johann Michael Fischer wurde Anfang 1828 eine Ausflugsgaststätte eröffnet, die bald gut florierte. Hier saß Heinrich Heine als einer der ersten Gäste und hatte noch den freien Blick auf die Alpenkette, und eben hier wurde ihm ein besonders schönes Denkmal gesetzt, das alle Widrigkeiten der Zeit überdauert hat:

Marmorrelief Heines mit Schriftzug (datiert 1828) in der Wand eines Klinkergebäudes auf dem ehemaligen Gelände der Frankonia-Versicherung in München-Bogenhausen, heute eine Privatschule. Die Vorlage dieses kleinen Denkmals ist ebenfalls die oben beschriebene Zeichnung Gassens.
Hinterlasse einen Kommentar